Beschlussfassen – Ich tue es!
Die Entscheidung, ein Ziel erreichen zu wollen, bezieht sich darauf, was wir wollen. Bei einem Beschluss ist das jedoch anders. Wir beschließen nicht, etwas zu wollen. Wir beschließen, etwas zu tun oder zu sein. Und genau darin liegt die Macht dieser Methode.
Hör auf, es zu wollen – tu es!
Versuche einmal, deine Gedanken und Gefühle genau nach zu verfolgen, wenn du dich jetzt dazu entscheidest, die nächste Stunde mit sehr schönen Gefühlen verbringen zu wollen. Was ist das Erste, was dein Gehirn nach dieser Entscheidung tut? Es überlegt, wie du das anstellen sollst! Das ist das Problem. Dein Gehirn sucht nach Lösungen und Möglichkeiten. Erst wenn es diese Möglichkeiten gefunden hat und genau weiß, was zu tun ist, wird es den Beschluss fassen, es tatsächlich zu tun. Doch sehr oft kommt es gar nicht so weit. Es bleibt in der Suche nach Lösungen hängen, weil sie zum Beispiel nicht sicher genug oder zu unrealistisch sind. Oder es bleibt hängen, weil es das Gefühl bekommt, dass ihm so viel Glück gar nicht zusteht. Oder es kommt auf die Idee, dass es keine Zeit für so etwas hat und so weiter.
Vielleicht kennst du den Satz: „Er wusste nicht, dass es unmöglich war, deshalb erledigte er es einfach!“ Wir haben unser Unterbewusstsein Zeit unseres Lebens mit allerlei Regeln, Prinzipien, Einschränkungen und Wahrheiten gefüttert. Entscheiden wir uns, etwas zu wollen, suchen wir unbewusst sofort nach Lösungen, welche diesen Wahrheiten und Regeln entsprechen. Und genau daran scheitert unser Vorhaben dann sehr häufig.
Bei einem Beschluss sieht das jedoch völlig anders aus. Beschließe jetzt und hier einfach einmal, dass du gut drauf bist. Tu es einfach! Sei einfach gut drauf!
Und jetzt beschließe, dass du in der gesamten nächsten Stunde gut drauf sein wirst! Sage dir: „Es ist beschlossene Sache. Ich bin in der nächsten Stunde gut drauf!“
Hast du den Unterschied zur Entscheidung gemerkt? Dein Gehirn geht nicht auf die Suche nach Möglichkeiten. Es tut es einfach! Es sei denn, du bist unabsichtlich ins Wollen gerutscht und hast klammheimlich doch überlegt, wie du das hinkriegen sollst. Wenn das passiert ist, dann versuch es einfach noch einmal. Lass das Wollen weg und beschließe es: „Ich bin in der nächsten Stunde gut drauf - fertig aus! Es ist beschlossene Sache!“ (Natürlich kannst du diesen Beschluss in der nächsten Stunde gleich noch einmal fassen! :))
Hör also auf, es zu wollen – tu es! Das ist wie gesagt die einzige wichtige Regel beim Beschließen.
Zum Erlernen dieser einfachen, aber oft wirksamen Methode genügt ein wenig Übung. Dabei ist es wichtig, das Gefühl zu entwickeln, sich entschlossen zu haben. Lose Worte, die du dir vorplapperst, nützen nicht wirklich viel. Fühle deinen Beschluss!
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